Eins vorweg!
Die hier genannten Tengus haben nichts mit den asiatischen Tengus gemeinsam. Denn das es diese gibt, war mir als Autor zum Zeitpunkt des Schreibens gar nicht bekannt. Auch sind Tengus in Bereich von Anime, Manga und Computerspielen offenbar eine wichtige Komponente. Das brachte ich aber auch erst nachträglich in Erfahrung. Ich habe es aber dennoch so belassen, weil entfernt und im übertragenen Sinne möglicherweise eventuell doch eine Seelenverwandtschaft bestehen könnte..... wer weiß.

Wie dem auch sei....

Im Sternensystem Trillis befindet sich als vierter Planet in der habitablen Zone der Planet Neabeos.

Auf Neabeos gab es vor mehr als 3.000 Jahren, aufgrund von ständigem Wirtschaftswachstum und Ausbeutung der planetaren Ressourcen, einen nachhaltigen Klimawandel. Vor etwas über 2.000 Jahren hatte es dann einen planetaren Krieg um die Reste dieser Ressourcen gegeben. Man hat versucht durch Genmanipulation stärkere und widerstandsfähigere Soldaten zu „züchten“. Als dieser Krieg keinen Sieger hervor brachte, verlief dieser irgendwann kraftlos im Sande. Währenddessen veränderte sich in Folge des Krieges und der Verstrahlung die Atmosphäre und es wurde über 1.200 Jahre lang schwül warm …. und es hat geregnet und geregnet und geregnet.

Ja, es hatte den Anschein, als würde sich der Planet die jüngste Vergangenheit abwaschen wollen.

Bei diesen Gen-Manipulationen ist jedoch eine Menge schief gegangen. Viele der Veränderten waren nicht lange überlebensfähig und es hat wirklich bizarre Formen hervorgebracht.

Außerdem sorgte, bedingt durch den Krieg und der Waffen, die zunehmende Strahlenbelastung dafür, dass sich die Eizelle der Frau verhärtete, sodass ein Spermium nicht mehr einzudringen vermochte.

Dies führte unweigerlich zur Unfruchtbarkeit, was um ein Haar zum Aussterben der gesamten Spezies geführt hätte.

Viele Missbildungen wurden mit der Genmanipulationen geboren und starben schnell wieder, aber eine Art war dabei, die war etwas besonderes.

Durch die Experimentierfreude einzelner Bürgerinnen und Bürger auf Neabeos, die, wie wir sagen würden, mal "einen flotten Dreier" praktizierten, passierte es, dass die Frau dabei doch Schwanger wurde.

Zunächst verstand man nicht warum, später jedoch stellte sich heraus, dass die Tengu, nun als drittes Geschlecht, ein Enzym produzieren, welches für kurze Zeit im Stande ist, die harte Schale der Eizelle der Frau durchlässig zu machen, damit das Spermium eindringen kann.

Tengus haben keine Hoden, aber einen Penis. Statt Hoden haben sie eine Vagina.

Der Geschlechtsakt vollzieht sich wie folgt:

Der Mann paart sich zunächst mit der Tengu. Die Tengu nimmt das Sperma auf und versetzt es mit einem körpereigenen Enzym, aus einer dafür vorhandenen Drüse. Das Enzym enthält unter Anderem die DNA des Tengu. Beides, das Sperma des Mannes als auch das Enzym des Tengus, gehen eine Verbindung ein. Das Produkt daraus ist im Stande die Eizelle der Frau zu befruchten.

Anschließend oder währenddessen vollzieht die Tengu den Geschlechtsakt mit der Frau, um den entstandenen Gen-Cocktail an die Frau abzugeben.

Fort an war klar, zur Vermehrung sind nun drei Geschlechter erforderlich.

Tengus treten für gewöhnlich in weiblicher Form in Erscheinung. Es gibt auf Neabeos jedoch auch männlich aussehende Tengus, wenngleich mit recht androgynem Aussehen. Geschlechtlich unterscheiden sie sich jedoch nicht.

Tengus wurden nach dem Krieg zum Wiederaufbau von Neabeos gebraucht, was aufgrund ihrer kräftigen Statur Ihre Hauptaufgabe, wie auch ihre Daseinsberechtigung war. Nicht alle Tengus sind außerordentlich muskulös, aber sie sind alle außerordentlich zäh und hart im Nehmen.

Alle Tengus sind meistens rudimentär mit weiteren Vorzügen ausgestattet.

Als man später ihren Vorzug bei der Fortpflanzung entdeckte, wurden die Tengus plötzlich interessanter, waren jedoch weiterhin nicht gleichberechtigt, da sie als einfache Arbeiter wie Vieh "gehalten" wurden. Es hat eine ganze Zeit gedauert, jedoch erkannten die Tengus ihre Rolle als drittes Geschlecht und ihren gesellschaftlichen Einfluss. Nach langen Kämpfen um Anerkennung wurden sie später als gleichberechtigte Teile der Gesellschaft anerkannt. Sie bekamen einen planetaren Gegenwartsstatus, durften Schulen besuchen und eine Ausbildung genießen, sich einen Beruf aussuchen und vieles andere mehr.

Da Tengus ihre DNA über das Enzym an die Frau weitergeben, kommen sie auf dem selben Wege zur Welt, wie andere Humanoide auch, jedoch sehr viel seltener. Dies war ebenfalls ein Grund, warum ihr Ansehen in der Gesellschaft stieg. Sie sind eben etwas Besonderes!

Dennoch gab es Teile der Bevölkerung, die daran arbeiteten, das Enzym künstlich herzustellen, um nicht weiter von den Tengus abhängig zu sein. Dies gelang zwar in der chemischen Formel, jedoch lebte es nicht und war für die Fortpflanzung ungeeignet.

Und nur wer Kontakt zu einem Tengu pflegt, ist in der Lage sich zu reproduzieren. Die Tengus erkannten natürlich ihren Wert bei der Fortpflanzung und merken, das sie über diesen Weg eine gewisse Entscheidungsfähigkeit und Einflussnahme hatten, die sie zunehmend auch einzusetzen vermochten.

Frauen die eine Tengu zur Welt bringen, werden in den Dörfern hoch verehrt.

Tengus verfügen über eine hohe Lebenserwartung. Sie werden mindestens 600 Jahre alt, vereinzeln sollen bereits welche mit über 900 Jahren gesehen worden sein.

Die hohe Lebenserwartung macht die niedrige Geburtenrate zwar wieder wett, verlangsamt allerdings auch ihre Anpassungsfähigkeit an veränderte Umweltbedingungen und Lebensumstände beträchtlich, weshalb sie Veränderungen im Allgemeinen immer recht zurückhaltend gegenüberstehen.

Durch all die genetischen Veränderungen haben Tengus eine ganze Reihe von weiteren Vorzügen.

Sie sind im Stande verschiedene Kräfte zu nutzen. Dinge wie Telekinese, Teleportation, spontane Flammenbildung, sie können für Stunden die Luft anhalten, können einen Energie- Schutzschild um sich und Andere bilden und können die Gedanken anderer Humanoider lesen. Bei ihres Gleichen klappt das meistens nicht, aber es soll Ausnahmen geben.

Sie haben ein weit besseres Gehör, sie können in verschiedenen Bereichen sehen, Infrarot, Ultraviolett, vereinzelnd sogar bis in den Röntgen-Bereich hinein.

Natürlich können die Tengus das nicht alles auf einmal, die einen können dies, die andere können das...

Die vorhandenen Fähigkeiten sind bei allen Tengus wie gesagt vereinzelnd und nur höchst rudimentär ausgebildet. Es gibt aber zwei verschiedene Arten von Tengus, die durchaus etwas mehr drauf haben.

Auf Neabeos gibt es vier Element-Tegnus, die entsprechend Feuer, Wasser, Erde und Luft über besondere Fähigkeiten verfügen.

Zum Beispiel reicht es bei den Tengus, die die Fähigkeit besitzen Feuer zu bilden, zum Anstecken einer Kerze. Manche können vielleicht sogar einen Kamin damit anzünden.

Ein Feuer-Element-Tengu kann ganze Feuerwalzen herauf beschwören und über Städte hinweg treiben, oder mit gewaltigen Feuerbällen schießen.

Begrenzt kann die Feuer-Tengu heilen, entweder sich selbst oder jemand anderen. Muss die Feuer-Tengu viel heilen, verlängert sich von mal zu mal die Zeit des Wiederaufladens, was bedeutet, dass die Fähigkeit während einer Schlacht verloren gehen kann und sich erst anschließend, wenn der Körper wieder zur Ruhe kommen, wieder herstellt. Wenn es dann noch ein "anschließend" gibt.

Feuer-Tengus besitzen einen kinetischen Schutzschild und eine erhöhte Resistenz gegenüber äußeren Einflüssen, wie großer Hitze, schlechter oder giftiger Luft, Stromschläge. Der Gebraucht dieses Schutzschildes schwächt die Feuer-Tengu allerdings bei längerem Gebraucht erheblich.

Feuer-Tengus können willentlich ihre Haut zu eine Art Echsenpanzer verhärten und sind dann ziemlich schwer verwundbar und irrsinnig Temperatur-Resistent, was sie allerdings auch in ihrer Bewegungsfähigkeit mächtig einschränkt. Da sie sich dabei einrollen, können sie sich nur noch rollend fort bewegen.

Die Wasser-Tengu kann Wasser entstehen lassen, das Wasser teilen, es kübelweise schütten lassen, und ebenfalls damit schießen, das allerdings eher zur Notwehr und zur Selbstverteidigung, völlig ungeeignet zum Angriff, gerade größeren Formationen gegenüber. Unterstützen kann die Wasser-Tengu durch ihre Fähigkeit des Einfrierens. Was oder wen immer sie trifft erstarrt zu Eis.

Die Wasser-Tengu ist die Heilerin der Vier. Die Wasser-Tengu heilt große Gruppen, auch aus der Ferne. Sie kann auch in besonderen Situationen jeweils einmal Wiederbeleben und die Wasser-Tengu verfügt über eine weit überdurchschnittliche Intuition und weiß Dinge schon bevor sie passieren. Zu jedem Zeitpunkt kann sie mit den anderen Element-Tengus telepathisch in Verbindung stehen.

Wasser-Tengus erhalten ihre Kraft im Gebet und nicht durch den Kampf, weshalb es oft so aussieht, als würde sie Teilnahmslos dasitzen und nichts tun. Tatsächlich beschützt sie die Gruppe und halten Barrieren aufrecht und geben der Gruppe erneut das Qi, den Atem Gottes.

Die Luft-Tengu kann das Wetter beeinflussen. Vom Nebel, bis hin zu gewaltigen Sturmtiefs und Tornados, kann die Luft-Tengu auch Blitz und Donner entstehen lassen was zu einem gewaltigen Flächenschaden führen kann. Im punktuellen Einsatz dieser Fähigkeit ist sie weniger geschult. Die Luft-Tengu ist jedoch ebenfalls in der Lage in Einzelfällen punktuell zu heilen und sie kann mit Strom-Blitzen auf kurzen Entfernungen schießen. Außerdem ist sie im Stande einen beträchtlichen Energie-Schutzschirm über die Gruppe zu legen. Luft-Tengus können sich selbst und die Gruppe heilen, wenn auch lange nicht so ausgeprägt wie die Wasser-Tengu, und sie können sich blitzschnell bewegen, was sie zu einem schwierigen Gegner macht.

Die Erd-Tengu ist eine Meisterin der Telekinese. Nichts und niemand ist vor ihr sicher. Alles was sich irgendwie bewegen lässt, kann in ihrer Gegenwart zur Waffe werden. Außerdem ist sie weit überdurchschnittlich belastbar, stabil, schmerzunempfindlich und hat echte Nehmerqualitäten, wenn es sein muss.

Ein weiterer Vorzug des Erd-Tengu ist die Versteinerung. Damit können Gegner entweder für eine Weile versteinert, oder dauerhaft zu Sand verwandelt werden, was jedoch nur in Notfällen eingesetzt wird, da es erhebliche Kraft kostet.

Auf kurze Distanz ist niemand stärker als die Erd-Tengu.

Über diesen 4 Element-Tengus steht nur noch die oberste Führerin von Neabeos.

 

(c) Akhala eila Nrmani by Syoshiko
Quelle: http://syoshiko.deviantart.com/art/Akhala-eila-Nernani-533190666

Glam'mue

Glam'mue ist eine alte Weise der Tengus und die zweite Oberste Tengu die Neabeos seit dem großen Krieg anführt. Die Erste vor ihr, ist bereits verstorben.

Glam'mue, die "Mutter von Neabeos" und die Anführerin aller Tengus, hat die selben Fähigkeiten der vier Element-Tengus, nur noch stärker und alle auf einmal.

Ihre Vorgängerin begann vor vielen Hundert Jahren das Energie-Gitter, welches Neabeos mit fast unendlicher Energie versorgt, zu bauen, Glam'mue hat es vollendet. Es ist eine Sphäre, die die abgestrahlte Energie vom Zentralgestirn Trillis von allen Seiten im planetarischen Maßstab auffängt und nutzbar macht.

Seit Tengus Neabeos bewachen ist auf dem Planeten keine Krieg mehr entstanden. Kein Unheil mehr geschehen.

Nur von Außen wollen sich viele die Errungenschaften zu Eigen machen. Neabeos wird oft von Raumschiffen und Weltraumpiraten angegriffen, die sich auf Kosten der Neabeoser bereichern wollen. Die Neabeoser vor diesen Angriffen zu schützen ist die Hauptaufgabe der Element-Tengus.

Auf Neabeos entwickelt sich Wirtschaft, Kultur und Wissen für alle gleichmäßig. Der Entwicklungsstand wird bemessen, am Einfachsten und am Langsamsten. Je mehr Menschen am Einfachsten leben, desto besser. Dann ist das eine breite Basis und man kann auf Neabeos insgesamt zusammen als Spezies auf dieser Basis aufbauen und wachsen.

Die langsamsten geben das Tempo vor. Es geht immer nur gemeinsam. Stück für Stück entwickelt sich so eine gleichmäßige und stabile Gesellschaft, die es bereits jetzt schon zu weitreichenden Fähigkeiten und ausgeprägtem Wohlstand gebracht hat. Für Alle!

Niemand kann sich einen Vorteil verschaffen, das lässt Glam'mue nicht zu. Ihr ist es immer das Wichtigste, das Alle auf dem Planeten gesund sind und es ihnen gut geht. Wer sich auf Kosten Anderer einen Vorteil verschaffen will, wer das Leben nicht achtet, hat schnell seine eigene Lebenslegitimation verwirkt.

Tengus haben sich zur Krone der Schöpfung entwickelt und sind Meister der Geduld.

 

Und wer glaubt Dhyana sei übermäßig groß und kräftig geraten,

 

(c) Sarya 2.0 by Templargirl
http://templargirl.deviantart.com/art/Sarya-2-0-321108492

 

...  der sollte erst einmal die Erd-Tengu kennen lernen,

oder die ....

(c) a mighty Trio by Templargirl
http://www.deviantart.com/art/A-mighty-trio-320290259

Luft-Tengu, Erd-Tengu, Wasser-Tengu.

 

 

Wer nun allerdings glaubt, die Tengus wären Supermenschen und hätten keine Probleme, irrt gewaltig.

Denn schon kurz nach der Verpuppung haben es die Tengus schwer. 

 

(c) by alessandro2012
http://alessandro2012.deviantart.com/art/The-younger-sister-grew-up-Where-is-my-doll-2-628191979

 

Schon bei Eintritt der Pubertät haben es Tengus schwer.
 

(c) by alessandro2012
http://alessandro2012.deviantart.com/art/The-younger-sister-grew-up-Where-is-my-doll-4-629362737

Nicht immer wird der Wunsch eine Partnerschaft einzugehen erwidert....

(c) by alessandro2012
http://alessandro2012.deviantart.com/art/The-younger-sister-grew-up-Where-is-my-doll-6-629363073

Viele Humanoide fühlen sich in Gegenwart einer Tengu minderwertig und ziehen sich deshalb zurück.

Eine Partnerschaft einzugehen, die nichts mit der Reproduktion zu tun hat, wird jeder Tengu außerordentlich schwer gemacht, weshalb die Tengus gerne partnerschaftlich unter sich bleiben.

 

 

(c) by Tigersan
http://tigersan.deviantart.com/art/FPX-Pool-Party-CONTEST-260647933

 

Was auch ganz schön ist.

 

 

Neabeos wird von Piraten niemals direkt angegriffen, sondern immer über den

 

(c) by Michael Martin
http://www.mundologia.de/wp-content/uploads/Planet-Wueste-Michael-Martin-011-1080x500.jpg

 

 

Wüstenmond Za‘imba. Sie landen dort um ihre Aggregate wieder auf zu laden.

 

 






Sie tun dies mit Hilfe der Energie-Sphere von Neabeos. Es ist eine Ironie des Schicksals, das Neabeos selbst seine Feinde mit Energie versorgt.

 

Natürlich versuchen die Vier Element-Tengus das zu verhindern, was für gewöhnlich auch gelingt.

 

Bei dem letzten Versuch, die Piraten davon abzuhalten Neabeos anzugreifen, kam es jedoch zu einer massiven Schlacht, bei der

 

 

(c) by Tigersan https://tigersan.deviantart.com/art/Jocelyn-Grey-Buffed-700371642

 

 

die Feuer-Tengu Manisha Mohini Indrani lebensgefährlich verletzt wurde und nach gewonnener Schlacht auf dem Weg nach Hause verstarb.

 

Stirbt ein Element-Tengu, so ist es zum Schutze aller Neabeoser unumgänglich, innerhalb von 10 Tagen den Sarkophag einer Weltraumbestattung zuzuführen, da dieser, wenn der Leichnam seine Qi-Energie abgibt,

 

 

 

 

zu einer kleinen Nova explodiert, was die unmittelbare Ausbreitung einer Soloton-Welle nach sich zieht. Würde das auf dem Planeten passieren, wäre der Tot Aller und die Auslöschung jeglichen Lebens auf Neabeos die unweigerliche Folge.

 

Im All jedoch trägt die Soloton-Welle die genetischen Informationen und das vollständige Gedächtnis des Element-Tengus in sich und sucht sich dann irgendwo im Universum einen neuen Fötus, der fort an als Element-Tengu weiterleben wird.

 

Es findet eine Zeremonie mit allen Ehren für die Feuer-Tengu statt und das Volk von Neabeos verabschiedet sich, während einer großen Feierlichkeit,

 

 

von Manisha Mohini Indrani.